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Unternehmensbewertung

Unternehmensbewertung befasst sich mit der Ermittlung des ökonomischen Werts eines Unternehmens oder einzelner Unternehmensanteile. Sie ist zentral für Transaktionen wie Unternehmenskäufe und -verkäufe (M&A), Nachfolgeregelungen, Beteiligungen, Finanzierungen sowie steuerliche und gesellschaftsrechtliche Fragestellungen. Ziel ist es, einen nachvollziehbaren und begründeten Unternehmenswert abzuleiten, der als Entscheidungsgrundlage dient.

Abgrenzung zu Bewertungsmodellen

Im Unterschied zu Bewertungsmodellen der Kapitalmarkttheorie (z.B. CAPM), die Renditeanforderungen bestimmen, fokussiert die Unternehmensbewertung auf den konkreten Wert eines Unternehmens. Dabei kommen unterschiedliche Bewertungsverfahren zum Einsatz. Zu den wichtigsten zählen Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF), bei denen zukünftige Zahlungsströme diskontiert werden, das Ertragswertverfahren, das insbesondere im deutschsprachigen Raum verbreitet ist, sowie Multiplikatorverfahren, bei denen der Unternehmenswert aus Vergleichskennzahlen (z. B. EBITDA-Multiples) abgeleitet wird.

Auswahl der Bewertungsmethode

Die Wahl des Verfahrens hängt von Zweck, Branche, Datenverfügbarkeit und Unternehmensphase ab. In der Praxis werden häufig mehrere Methoden kombiniert, um die Ergebnisse zu plausibilisieren. Annahmen zu Wachstum, Margen, Investitionen, Kapitalkosten und Risiken haben dabei erheblichen Einfluss auf den ermittelten Wert.

Stand: 07.02.2026 · Autor: Redaktion FamilyOffice.de · fachlich geprüft von: Dr. Robert Strauch